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Das Keckmann-Epitaph in Stein und Gips

Original und Kopie

Buch Kurzinfo

AutorIn: Bernd Euler-Rolle (Hrsg.)

Titel: Das Keckmann-Epitaph in Stein und Gips

Untertitel: Original und Kopie

Erscheinungsjahr: 2011

Seiten: 128

ISBN: 978-3-85028-544-5

Preis: 19,-

Die neue Reihe FOKUS DENKMAL präsentiert bedeutende Kunst- und Geschichtsdenkmale nach ihrer Konservierung und Restaurierung und macht auf die Herausforderungen der Denkmalpflege aufmerksam.
 

Das Keckmann-Epitaph in St. Stephan in Wien aus der Zeit um 1512 gehört zu den interessantesten Grabdenkmälern im Dom. Mit der szenischen Darstellung der Martinsmesse zeigt es ein ganz ungewöhnliches Bildmotiv, das mit einer erstaunlichen erzählerischen Kraft und viel Liebe zum Detail geschildert wird. Form und Ausdruck pendeln zwischen Spätgotik und Frührenaissance und verraten etwas über die Souveränität einer Bildhauerwerkstatt, welche mit den verschiedenen Spielarten der Stile jener Zeit umzugehen versteht. Die Konservierung und Restaurierung haben eine Reihe spannender Fragen aufgeworfen, die sich um den Entstehungsprozess und um das ursprüngliche Erscheinungsbild drehen. Diese Fragen gelten insbesondere den Hinterlassenschaften der farbigen Oberflächenfassungen am Stein, den man heute in hohem Maße als steinsichtig zu sehen gewohnt ist. Die konservatorische Bewahrung und wissenschaftliche Erschließung der – jetzt noch fassbaren - ungeheuer feinen und mannigfaltigen Farbgestaltungen an einem Steinbildwerk eröffnet einen kleinen Kosmos an kultureller Vielfalt, welcher die überlieferten Bildhauerarbeiten des ausgehenden Mittelalters nochmals attraktiver macht. Eine erhalten gebliebene Gipsabformung aus dem Jahre 1875 in der Glyptothek der Akademie der bildenden Künste in Wien bildet ein frühes Zeugnis für die hohe Wertschätzung des Keckmann-Epitaphs im Zuge der Wiederentdeckung der mittelalterlichen Kunst im 19. Jahrhundert. Auch sie ist Gegenstand dieses Bandes.

Bernd Euler-Rolle
Vorwort: Zur Einheit von Erforschung und Erhaltung der Denkmale
 
Martina Fleischer
Zum Geleit: Zeitgeist für die Ewigkeit: Die Gipsabgusssammlung der Wiener Akademie im 19. Jahrhundert
 
Wolfgang Zehetner
Zum Geleit: Die Verbindungen mit St. Stephan
 
Renate Kohn
… hoc tumulo in domino sepultus … - Das Epitaph des Johannes Keckmann: Gestalt und Aussage
 
Renate Holzschuh-Hofer
Wie eine Matrjoschka im Querschnitt von Form, Raum und Zeit - Bemerkungen zum Keckmann-Epitaph als autonomes Werk der nordalpinen Renaissance
 
Michael Rainer
Die wunderbare Messe des heiligen Martin - Ein Denkmal der ›Seelsorge‹ des Johannes Keckmann
 
Andrea Domanig
Die Gipsabgusssammlung an der Akademie der bildenden Künste Wien - Mittelalterrezeption im 19. Jahrhundert
 
Johann Nimmrichter, Gertrude Zowa
Konservierung und Restaurierung des Epitaphs von Johannes Keckmann Entstehung, Farbrekonstruktion und Nachleben
 
Manfred Koller
Polychromie und Monochromie in der Skulpturenfassung um 1500
 
Robert Linke
Materialkundliche Untersuchungen zu Polychromie und Petrographie am Keckmann-Epitaph von St. Stephan
 
Abbildungsnachweis & Impressum
 

Weiterführendes: Verlag Berger