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Fundberichte aus Österreich 46, 2007

Buch Kurzinfo

Titel: Fundberichte aus Österreich 46, 2007

Erscheinungsjahr: 2008

Seiten: 820

Preis: € 190,-

Bezug über den Buchhandel oder direkt beim Verlag
ISSN 0429-8926

Seite/Inhalt

5 Vorwort

9 Jahresbericht 2006

99-152 Daniela Achter, Ein urnenfelderzeitlicher Webgewichtsfundkomplex aus Mauer bei Amstetten, Niederösterreich / An Urnfield-period collection of loomweights from Mauer near Amstetten, Lower Austria         
153-172 Veronika Holzer und Maciej Karwowski, Glasfunde der Grabungen 2001 bis 2007 aus der keltischen Zentralsiedlung in Roseldorf, Niederösterreich / Glass finds from the excavations at the Celtic key settlement at Roseldorf, Lower Austria (2001—2007)         
173-182 Peter C. Ramsl, Die La-Tène-zeitlichen Befunde und Funde der Fundstelle Mitterndorf (Grabung HLAG) / The La Tène period contexts and finds from the Mitterndorf site (HLAG excavation)          
183-200 Erich Hudeczek †, Das Hügelgrab „Kraberkogel“ in Flavia Solva / The „Kraberkogel“ grave mound in Flavia Solva         
201-224 Alexandra Puhm und Susanne Tiefengraber, Ein römerzeitlicher Grabhügel mit Grabstele in Lebing, Gemeinde Eichberg, Steiermark / A Roman-period grave mound with stele in Lebing (Eichberg), Styria
225-338 Bernhard Schrettle und Stella Tsironi, Die Ausgrabungen der Jahre 2005 bis 2007 in der Villa Rannersdorf. Kaiserzeitliche und spätantike Funde und Befunde / The excavations in the villa at Rannersdorf (2005–2007). Imperial period and late antique finds and contexts          
339-376 Christoph Gutjahr, Das frühmittelalterliche Körpergräberfeld in der ehemaligen Jesuitenuniversität (Alte Universität) in Graz, Steiermark / The early medieval inhumation burial ground in the former Jesuit University (Old University) in Graz, Styria         
377-404 Christa Frank, Malakologische Funde aus dem awarischen Gräberfeld von Vösendorf-Laxenburgerstraße / Malacological finds from the Avar burial ground at Vösendorf-Laxenburgerstraße         
405-514 Sarah Leib, Die archäologischen Ausgrabungen in der Pfarrkirche Mariae Himmelfahrt in Hollenburg, Stadt Krems an der Donau, Niederösterreich / Archaeological excavations in the parish church of Mariae Himmelfahrt in Hollenburg, Krems municipal area, Lower Austria         
515-532 Johanna Kraschitzer, Spätmittelalterliche und neuzeitliche Ofenkacheln von der Burg Neuhaus bei Stubenberg, Steiermark / Late medieval and early modern stove tiles from Neuhaus castle, near Stubenberg, Styria         
533-604 Barbara Wewerka, Oliver Schmitsberger u. a., Bericht über die Ausgrabungen des Vereins ASINOE im Projektjahr 2007      
     Barbara Wewerka, Einleitung 
     Margit Bachner † und Oliver Schmitsberger, Archäologische Untersuchungen auf  
     dem Areal des ehemaligen Klosters in Imbach / Archaeological excavations in the
     former convent precinct at Imbach 
           
     Margit Bachner †, Wolfgang Breibert, David Ruß und Oliver Schmitsberger,
     Vorbericht über die baubegleitenden archäologischen Untersuchungen in der 
     sogenannten „Gozzoburg“ in Krems 2006–2007 / Preliminary report about the
     archaeological watching brief and excavations at the so-called ‘Gozzoburg’ in
     Krems 2006-2007
           
     David Ruß, Marco Kultus und Oliver Schmitsberger, Bauvorgreifende 
     archäologische Untersuchungen in der „Janaburg“, Mautern / Archaeological
     excavations in advance of building works at the “Janaburg” in Mautern
           
     Ursula Zimmermann, Markus Singer, Franz Pieler und Oliver Schmitsberger,
     Rettungsgrabungen in der ehemaligen Essigfabrik in Mautern: Wesentliche neue 
     Erkenntnisse zum Kastell Favianis / Rescue excavations in the former vinegar
     factory at Mautern: Significant new findings for the auxiliary fort Favianis 
         

607 Fundchronik

799 Register

819 Redaktionelle Hinweise


Zusammenfassungen der Aufsätze

 Ein urnenfelderzeitlicher Webgewichtsfundkomplex aus Mauer bei Amstetten, Niederösterreich
Im Zuge des Baues eines Einfamilienhauses auf der Parzelle 807/3 der Katastralgemeinde Mauer bei Amstetten (SG Amstetten, VB Amstetten) wurden mehrere Pfostenlöcher und Fundobjekte zufällig entdeckt und dokumentiert. Die Keramik und die Webgewichte befanden sich sekundär verlagert in einem sorgfältig mit Erde bedeckten Erdhaufen; ihre ursprüngliche Lage konnte nicht mehr festgestellt werden. Aufgrund der voranschreitenden Bauarbeiten konnten nur mehr einige fundleere Pfostenlöcher vom Bundesdenkmalamt untersucht werden. Unter den 48 vollständig erhaltenen Webgewichten befinden sich auch elf Gewichte, die in der Mitte des Nackens eine ovale Eindellung tragen. Ein Webgewicht weist eine Art Sonnenmotiv als Verzierung auf; mit einer Ausnahme sind alle Gewichte waagrecht bis schwach schräg durchlocht. Insgesamt konnten 99 Webgewichte geborgen werden. Angesichts der Fundumstände ist keine sichere Interpretation des Befundes möglich. Vermutlich hat es sich jedoch um mehrere eingetiefte Webgruben gehandelt, zu welchen auch die Pfostengruben auf der untersuchten Parzelle gehörten. Die Keramikfunde aus Mauer können in die Stufe Ha A/A1 (Baierdorf-Velatice-Stufe) der Urnenfelderzeit datiert werden.

Glasfunde der Grabungen 2001 bis 2007 aus der keltischen Zentralsiedlung in Roseldorf, Niederösterreich
In der vorliegenden Arbeit werden alle Glasfunde ausgewertet, die durch die Grabungen (2001 bis 2007) im Rahmen des Forschungsprojektes „Fürstensitz-Keltenstadt Sandberg“ in der Katastralgemeinde Roseldorf (MG Sitzendorf an der Schmida, VB Hollabrunn) zu Tage getreten sind. Insgesamt handelt es sich dabei um 51 Objekte, die sowohl aus archäologischen Kontexten herrühren als auch Streufunde darstellen. Die Befunde setzen sich aus zwei Grubenhäusern (Haus 2, 3), einer Grube (Grube 3), dem Großen Heiligtum (Obj. 1, 5), einem kleinen Heiligtum (Obj. 12) und einer Opfergrube (Obj. 14) zusammen. Die Mehrheit (37 Stücke) der Glasgegenstände stellt für die La-Tène-Zeit charakteristische Funde dar (Ringperlen, Arm- und Fingerringe), die sich sehr gut chronologisch einordnen lassen (Stufe LT C1a–D1). Bemerkenswert ist auch das Bruchstück einer sogenannten Gesichtsperle. Den Rest der Glasfunde bilden Perlen, die chronologisch und kulturell weniger aussagekräftig sind.

Die La-Tène-zeitlichen Befunde und Funde der Fundstelle Mitterndorf (Grabung HLAG)
Im Jahr 2003 wurden in der Katastralgemeinde Mitterndorf (MG Michelhausen, VB Tulln) aufgrund des Baues der ÖBB-Hochgeschwindigkeitsstrecke archäologische Ausgrabungen durchgeführt. Dabei kamen auch Befunde mit La-Tène-zeitlichen Funden zum Vorschein. Es handelt sich um eine Pfostengube, drei Gruben sowie einen eingetieften Bau. Bei der Datierung der einzelnen Befunde sind neben einer späthallstattzeitlichen Tendenz die Initiationsphase der ausgeprägten La-Tène-Kultur (Stufe LT A2) und vor allem die späte Mittel-La-Tène-Zeit vertreten.

Das Hügelgrab „Kraberkogel“ in Flavia Solva
Das Hügelgrab „Kraberkogel“ in Flavia Solva (KG und MG Wagna, VB Leibnitz) wurde 1916 von W. Schmid ausgegraben und nimmt eine Schlüsselstellung in der Erforschung norischer Hügelgräber ein. Die Verbindung italischer Architekturformen mit der einheimischen Hügelgräbersitte kann als Romanisierungsbeleg gelten. Eine Grabkammer, die als bienenkorbförmiger Einbau konzipiert und mit einem Dromos versehen war, beherbergte drei Brandbestattungen. Das auffallend reiche Grabinventar, bestehend aus Keramikgefäßen, einem Bronzekessel und einem umfangreichen Glasservice, erlaubt eine Datierung gegen 100 n. Chr.

Ein römerzeitlicher Grabhügel mit Grabstele in Lebing, Gemeinde Eichberg, Steiermark
Auf einem Acker in der Katastralgemeinde Lebing (OG Eichberg, VB Hartberg) wurden in den Jahren 1981 und 2005 zwei Marmorfragmente derselben römerzeitlichen Grabstele mit Inschrift und Darstellung eines Ehepaares ausgeackert. Bei einer anschließenden archäologischen Untersuchung im Jahr 2006 fand sich unmittelbar nach dem Abtragen der Humusschicht die Basis der Grabstele, eine Platte aus Gneis, die etwa in der Mitte der Oberfläche eine Nut für den Stelenfuß aufweist. Direkt davor wurden im Zuge der Ausgrabung weitere Bruchstücke der Grabstele geborgen, die an die bereits vorhandenen Teile passten. Diese lagen im hier noch kenntlichen Teil des Entnahmegrabens des Grabhügels. Westlich der Basis konnten die Reste der rechteckigen Grabkammer aus teilweise zugerichteten, im Aufgehenden vermörtelten Steinen freigelegt werden. Eine massive Störung weist auf eine frühe Beraubung und anschließende Planierung des Hügelgrabes hin. Von dem ursprünglich sicher reicher ausgestatteten Brandgrab aus der Zeit um 200 n. Chr. konnten nur Reste des Leichenbrandes, wenige dislozierte Keramik- und Glasfragmente sowie eine teilweise und eine vollständig erhaltene Öllampe mit Töpferstempel geborgen werden.

Die Ausgrabungen der Jahre 2005 bis 2007 in der Villa Rannersdorf. Kaiserzeitliche und spätantike Funde und Befunde
Die bei den Grabungen 2005 bis 2007 in der Katastralgemeinde Rannersdorf (MG Mettersdorf am Saßbach, VB Radkersburg) dokumentierten römerzeitlichen Gebäude wurden gleichzeitig erbaut und dürften nur kurze Zeit bewohnt worden sein. Lediglich wenige Wandputzfragmente belegen einen Vorgängerbau. Die Ursache für die Aufgabe der Villa der Periode 1, die etwa um 160/80 erfolgt sein dürfte, ist noch ungeklärt. Auffällig ist die zeitliche Lücke zwischen dem Ende der Periode 1 und dem Beginn der Periode 2, die etwa 80 Jahre beträgt. Für die an anderen Fundorten gut belegte Bautätigkeit der Severerzeit gibt es keine Hinweise. Auch die Münzreihe sowie die Oberflächenfunde lassen darauf schließen, dass der Siedlungsplatz in dieser Zeit nicht bewohnt war. Das Badegebäude der Periode 2 wurde in Hangrandlage direkt an einem Bachlauf, das Haupt- und Wohngebäude hingegen auf der höher gelegenen Kuppe erbaut. Die Architektur des Badegebäudes ist für Villenbäder bislang einzigartig und als achsensymmetrischer Reihentyp einzustufen. Die Größe der Anlage kann beim derzeitigen Stand der Ausgrabung nur grob abgeschätzt werden; unter Einbeziehung des dem Oktogon vorgelagerten Hofes sowie der umlaufenden Korridore übertrifft das Bad von Rannersdorf aber alle bisher bekannten Villenbäder um ein Vielfaches an Größe. Zu den wirtschaftlichen Grundlagen der Villa dürfte Landwirtschaft gezählt haben; zahlreiche Schlacken können als Reste Metall verarbeitender Werkstätten angesehen werden, während ein gestempeltes Webgewicht als Indiz für Textilerzeugung zu werten ist.

Christoph Gutjahr, Das frühmittelalterliche Körpergräberfeld in der ehemaligen Jesuitenuniversität (Alte Universität) in Graz, Steiermark
Im Zuge der Adaptierung der Alten Universität Graz im Eckbereich Hofgasse/Bürgergasse (Stadt Graz, KG Innere Stadt) zu einem modernen Veranstaltungszentrum des Landes Steiermark traten im Februar 2003 Reste eines frühmittelalterlichen Gräberfelds zu Tage. Bei den anschließenden flächigen Untersuchungen wurden 17 Gräber aufgefunden, denen die Überreste von 18 Bestattungen zugeordnet werden konnten. Sechs Gräber verfügten über Beigaben; es handelt sich dabei um die Gräber von Kindern und Jugendlichen sowie um eine weibliche Bestattung. Insgesamt wurden den Toten sechs Keramikgefäße mitgegeben; hervorzuheben ist dabei ein Topf mit Ringstempelmotiv aus Grab 11. In dem großen Topf aus Grab 10 wurde – vermutlich im Zuge des Bestattungsvorganges vor Ort – ein kleines Feuer entfacht. An Tracht- beziehungsweise Schmuckelementen liegen ferner ein kleines eisernes Griffangelmesser, ein Glasknopf mit Eisenöse, ein bronzener Knöpfchenring mit einseitiger, ovaler Profilierung, ein bronzener Kopfschmuckring mit S-förmiger Schleife sowie ein einfacher bronzener Kopfschmuckring mit stumpfen Enden vor. Das Gräberfeld datiert etwa in die Jahrzehnte um 800 n. Chr. Es belegt, dass sich der älteste mittelalterliche Siedlungskern von Graz im Umfeld der nachmaligen Hofgasse und des Freiheitsplatzes befand und nicht, wie bislang angenommen, in dem auf Überschwemmungsniveau gelegenen Bereich Sackstraße/Sporgasse beziehungsweise am Gelände des heutigen Hauptplatzes.

Malakologische Funde aus dem awarischen Gräberfeld von Vösendorf-Laxenburgerstraße
Aus der Grabungskampagne 2002 in dem awarischen Gräberfeld (8. bis beginnendes 9. Jahrhundert n. Chr.) von Vösendorf-Laxenburgerstraße (KG Vösendorf, MG Vösendorf, VB Mödling) wurden 72 Substratproben malakologisch untersucht, die aus insgesamt 38 Gräbern stammen; eine Probe stammt aus einer urzeitlichen Grube. In fast allen Fällen handelte es sich um zwei Proben gleichen Volumens (5 l) pro Fundobjekt, die jeweils vom Oberrand des Grabschachtes und von dessen Sohle entnommen wurden. Dadurch wird ersichtlich, ob das oberflächlich abgetragene Erdmaterial zur Auffüllung des Grabschachtes verwendet worden ist. Fast alle Proben sind durch Individuenarmut gekennzeichnet, viele sind auch artenarm. Die Studie umfasst ein Verzeichnis der festgestellten Molluskenarten und den faunistischen Vergleich mit den rezenten Gegebenheiten im Umfeld der Grabungsstelle sowie mit einer mittelholozänen Molluskenthanatocoenose, deren Fundpunkt „Laxenburg“ (wahrscheinlich Schlosspark) ist. Weiters werden die Molluskenfunde aus allen aktuellen Proben quantitativ ausgewertet und die ökologischen Gruppen innerhalb jeder Thanatocoenose erstellt sowie interpretiert. Eine ungefähre zeitliche Konkordanz der malakologischen Befunde mit der archäologischen Datierung ist wahrscheinlich. Zuletzt werden die zoogeografischen Verbreitungsgruppen für die Arten aus den aktuellen Probenund den rezenten Vorkommen unmittelbar an der Grabungsstelle, aus der mittelholozänen Probe sowie aus der Literatur erstellt und kurz besprochen.

Die archäologischen Ausgrabungen in der Pfarrkirche Mariae Himmelfahrt in Hollenburg, Stadt Krems an der Donau, Niederösterreich
Die in den Jahren 2001 und 2003 durchgeführten Rettungsgrabungen in der Pfarrkirche Mariae Himmelfahrt in Hollenburg (Stadt Krems an der Donau, KG Hollenburg) brachten zahlreiche Befunde und Funde zu Tage. Beim ältesten Baubefund handelt es sich um die Mauern eines römischen Gebäudes, die teilweise Opus spicatum erkennen ließen. Das Fundspektrum (fast ausschließlich Keramik) deutet auf eine profane Nutzung dieses Gebäudes hin und datiert größtenteils in die Spätantike (4. und 5. Jahrhundert). Das Gebäude dürfte durch ein Brandereignis zerstört worden sein. Nach einer längeren zeitlichen Unterbrechung können die nächsten Befunde und Funde einer romanischen Chorquadratkirche zugeordnet werden. Zu dieser Zeit dürfte auch schon ein Friedhof im Süden der Kirche bestanden haben. Nur wenig später wurde im Süden des Chors ein Karner errichtet, der mit einem Tonnengewölbe aus Ziegeln gedeckt war. Um 1300 wurde die Kirche nach Süden erweitert und ein neuer quadratischer Westturm errichtet. In spätgotischer Zeit (Enddatum 1513) wurde das Langhaus nach Süden und Westen erweitert und im Süden des Chors die Sakristei angebaut. Die meisten der 20 bei der Grabung erfassten Kircheninnenbestattungen datieren in die Barockzeit und erbrachten bemerkenswerte Funde, insbesondere religiöse Objekte und Trachtbestandteile. Ende des 19. Jahrhunderts wurde die Kirche einer „Regotisierung“ unterzogen, hat aber ihre Gestalt als dreischiffige Hallenkirche mit Netzrippengewölbe in ihren Grundzügen bis heute behalten.

Spätmittelalterliche und neuzeitliche Ofenkacheln von der Burg Neuhaus bei Stubenberg, Steiermark
Seit 1982 wurden auf der Burg Neuhaus (KG und OG Stubenberg, VB Hartberg) über 250 kg an Keramikmaterial aufgelesen. Es handelt sich dabei zum größten Teil um Bruchstücke glasierter und unglasierter Ofenkacheln sowie um Fragmente von Gefäßkeramik. Die frühesten Kacheln sind an das Ende des 14. Jahrhunderts oder in das 15. Jahrhundert zu datieren. Mehrere glasierte Kacheln mit „Tapetenmuster“ oder figuralen Darstellungen sind dem 16. Jahrhundert zuzuweisen. Von einem grün und braun gasierten Ofen mit Doppeladlern in den zentralen Bildfeldern und floralem Beiwerk (Mitte/zweite Hälfte 16. Jahrhundert) sowie einem Ofen mit dem Wappen der Familie Wurmbrand-Stuppach (um 1700) lässt sich fast das gesamte Bildprogramm rekonstruieren. Die Keramik datiert vom 14. bis in das 18. Jahrhundert; auffällig sind Fragmente mit rotem oder braunem Strich- und Punktdekor, wie sie bis jetzt aus der Steiermark nur vereinzelt vorliegen. Einige Glasfragmente sind in das 16. und 17. Jahrhundert zu stellen. Die Zeitstellung der Fundstücke entspricht der Baugeschichte der Burg, die erst im 14. Jahrhundert errichtet wurde und ab 1800 zur Ruine verfiel.

Archäologische Untersuchungen auf dem Areal des ehemaligen Klosters in Imbach
Bei der archäologischen Untersuchung im Zuge von Dränagearbeiten im Bereich des ehemaligen Klosters Imbach (KG Imbach, MG Senftenberg, VB Krems) wurden im Jahr 2007 Bestattungen eines mittelalterlichen und neuzeitlichen Friedhofes dokumentiert. Hervorzuheben ist dabei Grab 1, welches den spätmittelalterlichen „Topfgräbern“ zuzurechnen ist. In den tiefsten Stellen der Bodeneingriffe wurde das ursprüngliche hochmittelalterliche Bodenniveau erfasst, welches sich durch eine Keramikstreuung an einer Schichtgrenze manifestierte und später durch Aufschüttungen massiv erhöht worden war. Weiters konnten Mauerbefunde dokumentiert werden, welche mit der ehemaligen Klosteranlage in Zusammenhang stehen.

Vorbericht über die baubegleitenden archäologischen Untersuchungen in der sogenannten „Gozzoburg“ in Krems 2006–2007
Bei baubegleitenden Untersuchungen in der „Domus Gozzonis“ (Stadt Krems an der Donau, KG Krems) wurden in den Jahren 2006 bis 2007 im Ostbereich vor allem mittelalterliche und neuzeitliche Mauern dokumentiert, wobei der Nachweis eines zweiräumigen spätmittelalterlichen Anbaues an die Katharinenkapelle gelang. Im Obergeschoß der Kapelle wurden Reste des primären Fußbodens dokumentiert und unter anderem Freskenfragmente der Originalausstattung aus der Beschüttung geborgen. Überdies wurde eine große Anzahl frühgotischer Spolien der Kapelle sichergestellt. Im Westkomplex wurden bei der Entfernung der Dachbodenbeschüttung über dem Wappensaal der mittelalterliche Holzboden und ein daraufliegender originaler Mörtelestrich freigelegt. Unter den dabei geborgenen Funden ist ein hoher Anteil von Stücken aus organischem Material erwähnenswert. Wesentlich war die Aufdeckung eines sekundär verlegten, figural verzierten mittelalterlichen Fliesenbodens im 1. Obergeschoß, wobei zumindest ein Teil der Fliesen ursprünglich wohl zur Ausstattung der Katharinenkapelle gehörte. Geradezu sensationell war die Aufdeckung eines gut erhaltenen spätromanisch-frühgotischen Freskenzyklus im „Turmzimmer“.

Bauvorgreifende archäologische Untersuchungen in der „Janaburg“, Mautern
Bei den Rettungsgrabungen im Bereich der sogenannten „Janaburg“ (KG Mautern, SG Mautern an der Donau, VB Krems) wurden Befunde von der Römischen Kaiserzeit bis zur Neuzeit aufgedeckt. Großflächige Entnahmegrubenkomplexe, welche mit Brandschutt und Abfallmaterial des 2. bis beginnenden 3. Jahrhunderts verfüllt waren, enthielten auch Tierdeponierungen. Sie eröffnen in Zusammenschau mit vergleichbaren Befunden aus der Severingasse und der Burggartengasse interessante Interpretationsmöglichkeiten. Aus dem Frühmittelalter stammen ein Körpergrab, ein Grubenhaus mit Steinherd und eventuell weitere Siedlungsspuren. Der frühen Neuzeit sind Baubefunde des renaissancezeitlichen Repräsentationsbaues sowie eingetiefte Objekte, welche eventuell mit der Nutzung einer Wirtschaftsfläche beziehungsweise eines Gartens in Zusammenhang stehen, zuzuordnen. Neben einem Brunnen und einem seichten Graben ist dabei eine zylindrische Grube zu erwähnen, die reiches keramisches Fundmaterial erbrachte.

Wesentliche neue Erkenntnisse zum Kastell Favianis
Die 2007 in der ehemaligen Essigfabrik (KG Mautern, SG Mautern an der Donau, VB Krems) durchgeführten Rettungsgrabungen erbrachten neben einigen Gruben der Früh- und Mittelbronzezeit wichtige neue Aufschlüsse zur Baugeschichte des Kastells von Favianis/Mautern sowie eine Reihe von Detailinformationen zu der noch wenig bekannten Innenverbauung des Lagers. Die Befunde sind großteils gut in die aktuelle Gliederung der Kastellgeschichte einzuordnen, wobei diejenigen der jüngeren Abschnitte jedoch vor Bearbeitung des Fundmaterials nicht immer gesichert zuordenbar sind. Insgesamt wurden vier eigenständige Perioden der Kastellbefestigung dokumentiert. Periode 1 war durch zwei Spitzgräben vertreten, womit erstmals die Westausdehnung des Holz-Erde-Kastells des 1. Jahrhunderts gesichert nachgewiesen werden konnte. In Periode 2 wurde das Lager nach Westen erweitert und eine Reiterkaserne in Holzbauweise errichtet. Für dieses Kastell ist die westliche Begrenzung nun ebenfalls erstmals gesichert. In Periode 3 fällt eine nochmalige Verschiebung der Befestigung nach Westen und die Errichtung der steinernen Lagermauer. Auch die Kasernen wurden nun in Stein/Fachwerk-Technik ausgebaut, wobei wiederum die Stationierung berittener Einheiten dokumentiert ist. Ein erstmals für Mautern gesichert nachgewiesener rechteckiger Innenturm wurde später durch einen U-Turm ersetzt. Dieser belegt nun, dass U-Türme schon in derselben Bauphase wie die Fächertürme vorhanden waren. Weitere Bau- beziehungsweise Siedlungsphasen gehören der Spätantike und dem Frühmittelalter an. Die jüngsten Befunde sind spätmittelalterliche bis neuzeitliche Gruben und Mauern.




An Urnfield-period collection of loomweights from Mauer near Amstetten, Lower Austria
Several postholes and finds objects were coincidentally discovered and subsequently documented during the construction of a detached house on plot 807/3 at Mauer near Amstetten (Amstetten district). The pottery and loomweights were found in a secondary position in a mound of earth, which had been carefully covered by further soil. It was no longer possible to identify their original position and because of the advanced state of the building site only several sterile post holes remained to be excavated by the Federal Department of Monuments. Eleven of those 48 loomweights which were completely preserved, had an oval dent in the middle of the nape. One loomweight was decorated with a sun motif and all the loomweights, with one exception, were horizontally or slightly diagonally pierced. A total of 99 loomweights was found. A reliable interpretation of these finds is not possible because of the conditions under which they were found, but presumeably several sunken-featured weaving pits, to which the post holes belonged, had existed on this plot. The pottery finds from Mauer can be dated in the Ha A/A1 phase (Baierdorf-Velatice phase) of the Urnfield period.

Glass finds from the excavations at the Celtic key settlement at Roseldorf, Lower Austria (2001—2007)
All glass finds which came to light during the excavations from 2001 to 2007, which took place as part of the research project “Chieftains’s residence - Celtic town Sandberg” in the village of Roseldorf (Sitzendorf an der Schmida township, Hollabrunn district), are analysed in the following text. A total of 51 objects are considered, which are either stray finds or come from archaeological contexts. The contexts involved consist of two sunken-featured buildings (House 2, 3), a pit (Pit 3), the large shrine (Object 1, 5), a small shrine (Object 12) and a sacrifice pit (Object 14). Most of the glass objects (37 pieces) are characteristic finds of the La Tène period (ring beads, arm and finger rings), which can easily be placed chronologically (LT C1a to LT D1). A fragment of a so-called ‘face bead’ is particularly important. The rest of the finds are beads, which are chronologically and culturally less significant.

The La Tène period contexts and finds from the Mitterndorf site (HLAG excavation)
In 2003 archaeological excavations took place in the village of Mitterndorf (Michelhausen township, Tulln district) in advance of construction work for the ÖBB (Austrian Federal Railways’) rapid transit route. Contexts with La Tène period finds – a post pit, three pits and a sunken-featured construction – were among those uncovered. Apart from a Late Hallstatt element, the contexts date to the initial phase of the developped La Tène culture (LT A2) and above all to the later Mid-La Tène period. 

The „Kraberkogel“ grave mound in Flavia Solva
The „Kraberkogel“ grave mound in Flavia Solva (Wagna township, Leibnitz district) was excavated in 1916 by W. Schmid and occupies a key position in the research of grave mounds in Noricum. The combination of Italian architectural forms with the local grave mound tradition indicates Romanisation. A burial chamber, which took the form of a beehive-formed structure and was decorated with a Dromos, contained three cremation burials. The remarkably rich grave inventory, consisting of pottery vessels, a bronze cauldron and a set of glass vessels, can be dated in the period shortly before 100 AD.

A Roman-period grave mound with stele in Lebing (Eichberg), Styria
In 1981 and again in 2005 two marble fragments of the same Roman-period grave stele with an inscription and the portrayal of a married couple were dug up in a field at Lebing (Eichberg, Hartberg district). In the following archaeological campaign in 2006 the foundation of the grave stele, a gneiss slab with a groove in its surface for the base of the monument, was found immediately after the removal of the humus layer. Further fragments of the grave stele, which fitted the fragments already found, were discovered immediately in front of the base during the course of the excavation. These lay in a still recognizable part of the extraction ditch around the grave mound. The remains of the rectangular burial chamber, consisting of partly worked stone, mortared in the upper part of the wall, were discovered to the west of the base. A massive disturbance indicates an early robbing and flattening of the grave mound. Only the last of the cremated human bone, a few dislocated pottery and glass fragments and two oil lamps, one partially and one completely preserved, with potter’s stamps, could be recovered from what was originally a richly endowed cremation burial, dating to the period around 200 AD.

The excavations in the villa at Rannersdorf (2005–2007). Imperial period and late antique finds and contexts
The Roman buildings documented during the excavations of 2005–2007 at Rannersdorf (Mettersdorf am Saßbach township, Radkersburg district) were built contemporaneously and probably inhabited for only a short period. An earlier building is indicated by a few plaster fragments. The reason for the abandonment of the Period 1 villa, which seems to have taken place at around 160/180, is not yet clear. Between the end of Period 1 and the beginning of Period 2 lies a large gap of around 80 years. There is no evidence for construction activity in the Severan period, which is well-known from other sites. The coins and the surface finds also show that the site was not occupied at that time. In Period 2 a baths building was built on the edge of the slope beside a stream and the main residential building on the crest further up. The architecture of the bathhouse – a terraced type with symmetrical axes – is unique among villa baths up to now. The size of the complex can only be roughly estimated at this point in the excavations, but if the courtyard in front of the octagon and the surrounding corridors are included, then the Rannersdorf bathhouse is several times larger than all previously known villa baths. Agriculture was presumably part of the economic basis of the villa; metal-processing workshops are indicated by the numerous slag finds, while a stamped loom weight can be taken as evidence of textile production.

The early medieval inhumation burial ground in the former Jesuit University (Old University) in Graz, Styria
In February 2003 remains of an early medieval burial ground came to light during the conversion of the Hofgasse/Bürgergasse corner area of Graz’s Old University to a modern events centre of Styria Region. 17 graves, containing the remains of 18 burials, were found in the excavations which followed. Six graves contained grave goods: these were the graves of children and juveniles and one female burial. Six pottery vessels were deposited beside the dead; a pot from Grave 11 with a banded stamped motif is particularly noteworthy. A small fire had been set in the large pot from Grave 10, presumably at the scene during the course of the burial. The costume and jewellery elements found are a small iron knife, a glass button with an iron eyelet, a bronze button ring with asymmetrical, oval silhouette, a bronze head ring with S-shaped bow and a simple bronze head ring with blunt ends. The burial ground dates to the decades around 800 AD and proves that the oldest medieval settlement in Graz was situated in the later Hofgasse/Freiheitsplatz area and not, as was previously thought, in the flood-threatened area around Sackstraße/Sporgasse or the vicinity of the modern Hauptplatz.

Malacological finds from the Avar burial ground at Vösendorf-Laxenburgerstraße
72 substrate samples from a total of 38 graves (one sample is from a prehistoric pit) from the 2002 excavations at the Avar burial ground (8th to early 9th century) at Vösendorf-Laxenburgerstraße (Vösendorf township, Mödling district) were analysed malacologically. In almost all cases two samples of the same volume (5 l) were taken per object, one from the upper edge of the grave cut, the other from its sole. This was to find out whether the soil removed at the surface was used to fill the grave cut. Almost all samples are characterised by a small number of individuals, many also by a small number of species. The study includes a catalogue of the mollusc species found as well as faunal comparison with recent conditions around the excavation site and with a Mid-Holocene mollusc thanatocoenosis, the centre of which is at “Laxenburg” (probably Castle Park). The mollusc finds from each current sample were also evaluated quantitatively and the ecological groups within each thanatocoenosis established and interpreted. An approximate concordance between the date of the malacological finds and the archaeological dating is probable. In a last step the zoogeographic distribution groups of the species from the current samples, from the recent incidence directly at the excavation site, from the Mid-Holocene sample and from the published works were drawn up and briefly discussed. 

Archaeological excavations in the parish church of Mariae Himmelfahrt in Hollenburg, Krems municipal area, Lower Austria
Rescue excavations from 2001 to 2003 in the parish church of Mariae Himmelfahrt (Ascension of Mary) in Hollenburg (Krems municipal area) brought many contexts and finds to light. The oldest construction phase consists of the walls of a Roman building, which were partially built in a herringbone pattern. The finds (almost all pottery) indicate a secular use of this building and date to the late Antique period (4th/5th centuries). The building appears to have been destroyed by fire. After a long pause, the next contexts and finds are associated with a Romanesque church with square chancel. A cemetery appears to have existed south of the church in this period. A charnel-house with a brick barrel vault was erected not long afterwards to the south of the chancel. The church was extended on the south side at around 1300 and a new square west tower built. Finally, in the late Gothic period (end date 1513), the nave was extended southwards and westwards and a sacristy built on to the south side of the chancel. Most of the 20 burials excavated within the church date to the baroque period and yielded significant finds, in particular religious objects and costume components. The church was re-gothicised at the end of the 19th century, but still retains its essential character – a hall church with a nave and two aisles, covered by net vaulting. 

Late medieval and early modern stove tiles from Neuhaus castle, near Stubenberg, Styria
More than 250 kg of pottery has been collected at Neuhaus castle (Stubenberg village, Hartberg district) since 1982. Most of this material consists of fragments of glazed und unglazed stove tiles as well as fragments of ceramic vessels. The earliest tiles date from the end of the 14th or the 15th century. Several glazed flat tiles, including some with figural illustrations, belong to the 16th century. In the case of two ovens almost the complete picture cycle can be reconstructed. In one case the green and brown-glazed oven has double eagles in the central panels and floral trimmings (mid- to late 16th century), while the other oven displays the arms of the Wurmbrand-Stuppach family (at around 1700) in the central area and on its crown. The pottery is of 14th to 18th century date. Fragments of a total of seven small pots or beakers with red or brown dots and dashes decoration are particularly noteworthy. These have only rarely been found in Styria to date. Several glass fragments, dating to the 16th and 17th centuries, were also collected. The finds’ dating matches the construction history of the castle, which was built in the 14th century and became a ruin after 1800.

Archaeological excavations in the former convent precinct at Imbach
A medieval and post-medieval cemetery was recorded in 2007 during archaeological activity prompted by drainage works in the former convent area at Imbach (Senftenberg township, Krems district). Grave No. 1 – a late medieval ‘vessel burial’ – is particularly important. The earliest high medieval surface, later raised considerably by dumping layers, began the stratigraphy in the form of a scatter of pottery marking the surface of a layer. Masonry structures, part of the former convent complex, were also recorded.

Preliminary report about the archaeological watching brief and excavations at the so-called ‘Gozzoburg’ in Krems 2006-2007
Medieval and post-medieval walls, including a late medieval, two-room extension to St. Catherine’s Chapel, formed the main part of the discoveries in the eastern part of the “domus gozzonis” at Krems during the archaeological watching brief and excavations in 2006-2007. Remnants of the original floor surface were recorded in the upper storey of the chapel and fragments of the earliest frescoes were among the artefacts uncovered in the sealing layers there. A large amount of Early Gothic mouldings from the chapel was also recovered. The medieval wooden floorboards and the original mortar surface above them were revealed during the removal of the sealing layers in the attic floor above the ‘Heraldic Hall’ in the western part of the complex. A large proportion of the finds made there were organic artefacts. The uncovering of a re-laid, medieval decorated tiled floor in the first storey is significant, at least part of the tiles presumably having originally being part of the furnishings of St. Catherine’s Chapel. The uncovering of a well-preserved Late Romanesque/Early Gothic fresco cycle in the “Tower room” was a sensation.

Archaeological excavations in advance of building works at the “Janaburg” in Mautern
Contexts dating from the Imperial Roman to the Modern periods were uncovered during rescue excavations in the area of the so-called “Janaburg” (Mautern municipality, Krems district). Extensive systems of extraction pits were filled with fire debris and refuse material from the 2nd to early 3rd centuries and also included dumped animal carcases. Interesting interpretative possibilities emerge when comparisons are drawn from similar findings in Severingasse and Burggartengasse. An inhumation burial, a sunken-featured building with a stone hearth and possibly other settlement remains date to the Early Middle Ages. Structural contexts from the Renaissance-period representative building and sunken features, which may have been part of an economic area or of a garden, date from the Early Modern Period. A cylindrical pit, containing a great deal of pottery, is worth mentioning, as well as a shallow ditch and a well.

Rescue excavations in the former vinegar factory at Mautern: Significant new findings for the auxiliary fort Favianis
The rescue excavations in 2007 at the former vinegar factory at Mautern (Krems district) yielded not only several early and mid-Bronze age pits, but also important new insights into the construction history of the Favianis/Mautern auxiliary fort and a great deal of data about the still little-known internal structure of the fort. Most of the contexts concur with the currently accepted history of the fort, although the contexts from the most recently dug areas cannot all be safely classified in advance of finds analysis. Four periods in the history of the auxiliary fort’s fortifications can be clearly identified. Period 1 is represented by two V-shaped ditches, meaning that the western edge of the 1st century turf and timber fort has now been identified for the first time. In Period 2 the fort was extended westwards and a new, wooden cavalry barracks built. The western boundary of this fort phase is now also certain. In Period 3 the fortifications were pushed westwards yet again and a stone wall built around the fort. The barrack buildings were now extended in timber-framing on stone foundations. The stationing of mounted units is recorded for this period. A rectangular inner tower, identified for the first time in Mautern, was later replaced by a U-shaped tower. This proves that U-shaped towers were already present in the same building phase as fan-shaped towers. Other building phases and settlement remains belong to the late antique or early medieval periods. The youngest contexts are late medieval and post-medieval pits and walls.