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Kontakt

Abteilung für Spezialmaterien

A-1010 Wien, Hofburg, Säulenstiege
Tel.: +43 1 53 415 DW
Fax: +43 1 53 415 252
Email: spezialmaterien@bda.at

Leitung der Abteilung:

Mag. Gerd Pichler (DW 114) gerd.pichler@bda.at 0676 88325 314

 

Dipl.-Ing.Dr. Richard Dieckmann (DW 291) richard.dieckmann@bda.at 0676 88325 291

Mag. Stephan Bstieler (DW 113) stephan.bstieler@bda.at 0676 88325 319

Sekretariat:

Kerstin Berzsenyi (DW 129) kerstin.berzsenyi@bda.at


Aktuelles

Die Kultur der Prävention

Ein Informations- und Präventionsfolder zum Schutz vor Kulturgutdelikten

Service / Fachbereich

Abteilung für Spezialmaterien

Dampfer auf dem See

Gmunden, Schaufelraddampfer "Gisela" auf dem Traunsee, gebaut 1870-72

Halle des Westbahnhofes von oben

Wien, Westbahnhof, große Halle, eröffnet 1951

Viadukt

Breitenstein, Adlitzgraben-Viadukt der Semmeringbahn

Blick auf Gartenrabatte von oben

Salzburg, Gartenanlage des Schlosses Mirabell, großes Parterre mit Figuren von Ottavio Mosto (1690)

Parkfoto

Wernberg, Landschaftspark des Schlosses Damtschach (ab 1817 konzipiert) mit künstlicher Ruine

Fassade mit Orgel

Salzburg, Freiluftorgel im Festspielbezirk

Bild einer Orgel in der Stiftskirche St. Florian

St. Florian, OÖ, Augustiner-Chorherrenstift, Stiftskirche, Bruckner-Orgel

die älteste Glocke Österreichs von rd. 1200

St. Martin/Ybbsfeld, NÖ, Pfarrkirche, älteste datierte Glocke Österreichs, 1200
 

Das Bundesdenkmalamt hat sich entschlossen, verschiedene Querschnittsmaterien, die eine spezielle Expertise erfordern, in einer Abteilung für Spezialmaterien zusammenzuführen. Damit wurde ein Expertenpool geschaffen, in welchem der gegenseitige Austausch bei der Behandlung von außergewöhnlichen Denkmalkategorien vertieft werden kann. Die gemeinsame Herausforderung besteht darin, dass bei diesen Denkmalgruppen zusätzliche immaterielle Dimensionen eine Rolle spielen, welche bei der Behandlung der materiellen Substanz einzubeziehen sind. Dies sind beispielsweise die lebendigen, wachsenden Komponenten in einer Gartenanlage, Musik und historisches Klangbild bei den Klangdenkmalen oder Bewegung und mechanische Zusammenhänge bei den Technikdenkmalen. Dies erfordert in der Sachkenntnis und Methodik eine entsprechende Spezialisierung.

Die Abteilung für Spezialmaterien ist derzeit für historische Gartenanlagen, Klangdenkmale und technische Denkmale in ganz Österreich zuständig. Ihre Tätigkeit konzentriert sich auf die Erforschung und Vermittlung dieses Denkmalbestandes einschließlich der notwendigen Unterschutzstellungen sowie auf die Vorbereitung und Betreuung von Restaurierungen. In diesen Denkmalgruppen erfolgt die Festlegung der Restaurierziele und Restaurierungsmethoden durch die Fachabteilung. Subventionsmittel der Fachabteilung sollen Restaurierungen in diesen Bereichen unterstützen.

Historische Gärten und Parkanlagen sind aus baulichen und pflanzlichen Elementen komponierte, künstlerisch gestaltete Grünanlagen, bei denen die Konzeption der Freiräume eine entscheidende Rolle spielt. Die Vegetationsbestände (Bäume, Sträucher, Hecken, Blumendekorationen oder Rasen- und Wiesenflächen) sowie das künstlerisch gestaltete Ensemble (Treppen, Terrassen, Balustraden, Brunnen, Statuen etc.) sind wie auch Gebäude „Bausteine“ einer Gesamtkomposition.

Klangdenkmale sind historische Musikinstrumente durch deren Erhaltung auf vielfältige Weise ein Stück österreichischer Musikgeschichte und Klangkultur dokumentiert wird. Den Großteil der betreuten Instrumente machen baugebundene Musikinstrumente, insbesondere Orgeln und Glocken aus.

Technische Denkmale sind Objekte der Industrie, des Handels, des Verkehrs und der Versorgung. Die Vielfalt der Denkmale schließt zum Beispiel Objekte der Eisenverarbeitung oder der Textilindustrie, Eisenbahn- und Straßenbrücken, Wasserversorgungs- und Kraftwerksanlagen, Mühlen sowie Maschinen und Fahrzeuge ein. Alle diese Objekte haben hohe Relevanz als Denkmale der Sozial- und Wirtschaftsgeschichte und belegen, dass eine moderne Gesellschaft ihre Identität nicht nur in großen Monumenten, wie Kirchen, Schlösser und Burgen sucht, sondern auch in den Zeugnissen der Arbeitswelt.

Die Themen der historischen Gartenanlagen und Freiräume ebenso wie Bereiche der Sozial- und Wirtschaftsgeschichte, wie zum Beispiel historische Verkehrswege bilden wesentliche sachliche Grundlagen für die Erhaltung der historischen Kulturlandschaften, welche derzeit zu den wichtigsten Anliegen der Bewahrung des kulturellen Erbes zählt.
 

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