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Texte

Geschichte der Denkmalpflege in Österreich

Die Entwicklung des staatlichen Denkmalschutzes von 1850 bis heute

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Denkmalbeirat

Der Denkmalbeirat ist ein vom bmukk bestelltes externes Beratungsgremium.

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Die UNESCO-Konvention

zum Schutz des Kultur- und Naturerbes der Welt

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„Mobility of collections“

(„collections on the move“) ist ein Terminus, der bereits seit Jahren für den internationalen Leihverkehr von musealen Sammlungen verwendet wird und europaweit auf unterschiedlichen fachlichen wie politischen Ebenen abgehandelt wird.

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Aktuelles

Die Kultur der Prävention

Ein Informations- und Präventionsfolder zum Schutz vor Kulturgutdelikten

Kulturgüterschutz

Haager Konvention

 
Die internationale Haager Konvention von 1954 entstand in der Erkenntnis, dass während der vorangegangenen Kriegsereignisse das Kulturgut ernsten Schaden gelitten hat, infolge der Entwicklung der Kriegstechnik in zunehmendem Maße der Vernichtungsgefahr ausgesetzt ist, und in der Überzeugung, dass jede Schädigung von Kulturgut, gleichgültig welchem Volk es gehört, eine Schädigung des kulturellen Erbes der ganzen Menschheit bedeutet. Sie ergänzt und ersetzt zum Teil die bis dahin auf dem Gebiet des Schutzes der Kulturgüter gültigen internationalen Rechtsnormen, wie etwa das Haager Abkommen, betreffend die Gesetze und Gebräuche des Landkrieges, von 1899 und 1907 sowie den Vertrag der Panamerikanischen Union von Washington von 1935 über den Schutz der künstlerischen und wissenschaftlichen Einrichtungen und geschichtlichen Denkmäler (Roerich-Pakt).
Als Ergebnis jahrelanger Vorarbeiten wurde die "Konvention zum Schutz von Kulturgut bei bewaffneten Konflikten" nach dem 2. Weltkrieg endgültig formuliert und am 14. März 1954 von 37 Staaten unterzeichnet. Österreich trat dem Abkommen am 25. Juni 1964 bei.
Hauptaufgabe des Kulturgüterschutzes ist es, bereits in Friedenszeiten jene Maßnahmen zu planen und zu verwirklichen, die dem kulturellen Erbe Österreichs im Falle von Umwelt- und Naturkatastrophen sowie bei bewaffneten Konflikten einen optimalen Schutz gewährleisten, und es erlauben, das allenfalls geschädigte Kulturgut nach Abklingen der Gefahr wiederherzustellen.
Die Konvention verpflichtet alle Signatarstaaten und somit auch alle in einen Konflikt verwickelten Parteien zur Respektierung und Sicherung des eigenen und des fremden Kulturgutes.
Sicherung kann durch Erfassung, Kartierung, Dokumentierung und Kennzeichnung des Kulturgutes (Konventionstafel), weiters durch Errichtung bzw. Adaptierung von Bergungsräumen sowie Vorbereitungsmaßnahmen in Bezug auf Bergung von beweglichem Kulturgut erfolgen. Unter Respektierung ist v.a. die Nichtverwendung des Kulturgutes zu militärischen Zwecken zu verstehen, das Verbot von Repressalien an Kulturgütern, Plünderung, Kunstraub usw.
Von Bedeutung ist die Aufnahme der Kulturgüterschutzbestimmungen in die militärischen Dienstvorschriften, um die Einhaltung der Konvention zu gewährleisten. Wichtig ist in diesem Bereich auch die Zusammenarbeit aller mit dem Kulturgüterschutz befassten Dienststellen und Katastropheneinsatzorganisationen sowie das Interesse und der persönliche Einsatz seitens der Eigentümer und der Öffentlichkeit. Sinnvoller Kulturgüterschutz versteht sich somit als selbstverständliche Verpflichtung jedes Staatsbürgers zur Achtung und Bewahrung der kulturellen Zeugnisse auf breitester Basis - und ist daher eine wichtige Ergänzung zu Denkmalschutz und Denkmalpflege.

Kontaktperson im BDA:

Mag. Christoph Hütterer 
Tel.: +43 1 53 415 127
Fax: +43 1 53 415 5120
Email: christoph.huetterer@bda.at

Die Haager Konvention steht im Originalwortlaut auf der Website der österreichischen UNESCO-Kommission zum Download zur Verfügung

Kulturgüterschutzliste
 

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