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Veranstaltungen / Ausstellung

Close Up - Gustav Klimt ~ Gerwald Rockenschaub - Plattform

Auf einer temporären Plattform kann man das Meisterwerk Klimts - hier ein Detail des Thyphoeus - erstmals seit der Entstehung vor 110 Jahren aus ungewohnter Nähe betrachten.



 

Am Beginn der Restaurierungsarbeiten in den 1970er-Jahren wurden vom Bundesdenkmalamt im Zuge der Entwicklung der entsprechenden Technologie für die anspruchsvolle Restaurierung als Modellversuch Teilkopien hergestellt.

Gerwald Rockenschaub, Plattform, © Secession 2012, Foto: Margherita Spiluttini

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Ein Projekt des Bundesdenkmalamtes, der Secession und der Akademie der bildenden Künste Wien

Event Kurzinfo

Zeit: 23. März 2012 bis 4. November 2012 von 10:00 bis 18:00 Uhr

Ort: Secession, Friedrichstraße 12, 1010 Wien

Veranstalter: Secession, BDA, Akademie der bildenden Künste Wien

Preis: Euro 8.50, Ermässigungen siehe link

Anmerkung: Montag geschlossen!

Link: www.secession.at/klimt2012

Auge in Auge mit dem Ungeheuer. Die derzeit laufende Ausstellung in der Secession erlaubt den Besuchern zum ersten Mal eine "Nahaufnahme" des 1902 entstandenen Schlüsselwerks von Gustav Klimt in Wien.

Nahaufnahmen des Beethovenfrieses aus restauratorischer und künstlerischer Sicht

Gewissheiten hinterfragen, über den eigenen Horizont blicken, Perspektiven verschieben – mit den zwei Ausstellungsprojekten Close-up – Gustav Klimt ~ Gerwald Rockenschaub – Plattform reflektieren der Künstler Gerwald Rockenschaub, das Bundesdenkmalamt und die RestauratorInnen der Akademie der bildenden Künste Wien ein Schlüsselwerk des künstlerischen Aufbruchs in das 20. Jahrhundert. Anlässlich des 150. Geburtstags von Gustav Klimt bietet die Secession BesucherInnen einen detailreichen Blick auf den Beethovenfries und beleuchtet diese kulturhistorische Ikone sowohl aus wissenschaftlicher wie auch aus künstlerischer Perspektive.

Close-up – Gustav Klimt

Anlass und Thema der „Nahaufnahme“ des Beethovenfrieses sind seine jüngste restauratorische und naturwissenschaftliche Untersuchung. Über 25 Jahre nach der letzten Restaurierung wird der aktuelle Zustand genauestens dokumentiert und eine Grundlage für alle künftigen Restaurierungsmaßnahmen geschaffen. Die Präsentation im Entrée des Ausstellungsraums kreist um eine an der Akademie der bildenden Künste Wien hergestellte Kopie eines Teils des Beethovenfrieses (Die Poesie). Sie dient der genauen Analyse des entstehungszeitlichen Herstellungsprozesses des Bildträgers und der Malerei von Gustav Klimt. Mit zwei unterschiedlichen Begleitfilmen wird BesucherInnen zum einen die schrittweise Konstruktion der Replik, zum anderen der Prozess der wissenschaftlichen Begutachtung und Befundung des Meisterwerks vermittelt. Auszüge aus der hoch auflösenden Digitalisierung des Originals, die der langfristigen Dokumentation des Zustands des Werks dienen, ergänzen das Filmmaterial zusätzlich. Ein Streiflicht auf die komplexen Herausforderungen der letzten Restaurierung der originalen Wandmalerei in den 1970er- und 1980er-Jahren im Bundesdenkmalamt rundet schließlich den restauratorischen Blick auf den Beethovenfries ab.

Gerwald Rockenschaub, Plattform (2012)

Die von Gerwald Rockenschaub für den Raum des Beethovenfrieses in der Secession entwickelte Installation ermöglicht BesucherInnen ungewohnte Perspektiven und neue Standpunkte in der Wahrnehmung dieses Schlüsselwerks von Gustav Klimt. Seine skulpturale Intervention erlaubt es erstmals, den Raum umspannenden und in einer Höhe von 3 bis 5 Metern installierten Fries auf Augenhöhe zu betrachten. Beide Arbeiten, sowohl Klimts Beethovenfries als auch Rockenschaubs Plattform, treten dabei in einen gleichberechtigten Dialog. Die Plattform ist zweckmäßig und funktional, behauptet sich aber zugleich in ihrer Objekthaftigkeit als eigenständiges Werk. Rockenschaubs Gestaltung weist zahlreiche charakteristische Merkmale seiner künstlerischen Sprache auf: die Verwendung handelsüblicher Baumaterialien, die Monochromie der Flächen und der zeichenhafte Minimalismus. Mit Plattform führt er zudem eine seit den späten 1980er-Jahren entwickelte Werkgruppe von Installationen fort, in denen er mittels Podesten, Sitzbänken, Vorhängen oder Trennwänden die BesucherInnen im Ausstellungsraum lenkt, Wahrnehmungsformen verändert und den architektonisch-sozialen Raum neu codiert.

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