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Texte

Geschichte der Denkmalpflege in Österreich

Die Entwicklung des staatlichen Denkmalschutzes von 1850 bis heute

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Denkmalbeirat

Der Denkmalbeirat ist ein vom bmukk bestelltes externes Beratungsgremium.

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Die UNESCO-Konvention

zum Schutz des Kultur- und Naturerbes der Welt

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Kulturgüterschutz

Haager Konvention

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Aktuelles

Die Kultur der Prävention

Ein Informations- und Präventionsfolder zum Schutz vor Kulturgutdelikten

„Mobility of collections“

(„collections on the move“) ist ein Terminus, der bereits seit Jahren für den internationalen Leihverkehr von musealen Sammlungen verwendet wird und europaweit auf unterschiedlichen fachlichen wie politischen Ebenen abgehandelt wird.

Dabei werden einerseits grundsätzliche Weichenstellungen (wie etwa der gesetzliche Rahmen und die Administration auf nationaler Ebene) untersucht, aber auch eine weitgehende Vereinheitlichung von Qualitätskriterien angestrebt, die für einen verantwortungsbewussten Umgang mit heimischen wie ausländischen Sammlungsbeständen unerlässlich ist.

Aus diesem Grund wurde im Herbst 2005 auch das Bundesdenkmalamt als die in Österreich verantwortliche Fachinstanz für die Entlehnung musealer Kunst- und Kulturgüter ins Ausland in die internationale Fachdiskussion eingebunden. Die Ausfuhrabteilung des Bundesdenkmalamtes prüft und bearbeitet jährlich viele hundert Anträge um befristete Ausfuhrbewilligung mit Tausenden von Leihobjekten, die zu den unterschiedlichsten Ausstellungsprojekten in der ganzen Welt gesandt werden sollen, manchmal für wenige Tage, manchmal auch für mehrere Jahre, meist für einige Monate. Nach den gesetzlichen Bestimmungen kann eine vorübergehende Ausfuhrgenehmigung nur dann erteilt werden, wenn die unversehrte Rückbringung der Objekte gewährleistet erscheint. Daher ist die regelmäßige Zusammenarbeit mit den verantwortlichen KuratorInnen, RestauratorInnen und „Registrars“ der jeweiligen Museen Voraussetzung für die Bearbeitung der Ansuchen.

Im Rahmen der österreichischen EU-Präsidentschaft wurden im Frühjahr 2006 mehrere internationale Treffen zur „mobility of collections“ in Wien veranstaltet, in deren Verlauf auch die Aufstellung von „professionellen“ Arbeitsgruppen beschlossen wurde. Diese insgesamt 6 „Workings groups“ sollten im Laufe eines Jahres auf der Basis eines dafür erstellten „Action plan“ die wichtigsten Fachthemen des internationalen Leihverkehrs auf nationaler wie internatonaler Ebene tiefgehender untersuchen und einheitliche Grundlagen erstellen. Frau Generalkonservator HR Dr. Eva-Maria Höhle wurde als höchste fachliche Instanz des Bundesdenkmalamtes gebeten die Leitung der 1. Arbeitsgruppe „Working group 1: Loan administraion and standards“ zu übernehmen.

Als Chair der Arbeitsgruppe führte Frau Dr. Höhle alle großen Fachgruppierungen der österreichischen Museumsszene zur gemeinsamen Projektarbeit zusammen, nämlich den österreichischen Museumsverband, ICOM Österreich, den österreichischen Restauratorenverband sowie die Ausfuhrabteilung des BDA und die Kulturabteilung des BMBUK. Diese Kooperation, in die immer wieder auch die österreichische NEMO-Gruppe eingebunden wurde, fand überhaupt zum ersten Mal statt und führte bald zu konkreten Ergebnissen.

Im Laufe eines Jahres wurden gemäß dem „Action plan“ schriftliche Grundlagen für den Leihverkehr erstellt, nämlich ein „facilities report“, ein „condition report“, ein offizielles Schreiben an ICOM-Paris und eine zusammenfassende Erhebung zum Thema des Kunsttransports. Der österreichischen Kerngruppe schlossen sich insgesamt 15 KollegInnen aus (fast) allen Ecken der europäischen Gemeinschaft an, die via e-mail in das Arbeitsgeschehen eingebunden wurden und so - teilweise sehr aktiv und kreativ - Wesentliches zu den Ergebnissen beitrugen. Im September 2007 wurden alle Dokumente, soweit sie innerhalb der Fachgruppe behandelt werden konnten, finalisiert und in schriftliche Form gebracht. Die fertigen Papiere wurden allen MitarbeiterInnen sowie den anderen Arbeitsgruppen zur Verbreitung, Diskussion und inhaltlichen Weiterführung übermittelt.

Über die Homepage des Bundesdenkmalamtes soll ab sofort allen Sammlungen sowie den in den Leihverkehr eingebunden Fachleuten der Zugang zu den Dokumenten der Working Group 1 „Standards and Administration“ ermöglicht werden. Die Unterlagen versuchen in erster Linie eine europaweit einheitliche Vorgangsweise anzupeilen und haben ausschließlich Empfehlungscharakter. Sämtlichen MitarbeiterInnen der Arbeitsgruppen und den von ihnen vertretenen Fachvereinigungen sei für ihren aktiven Einsatz gedankt.

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